Crisis Prevention 2/2024

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Resilienz ist ein Begriff, über den auch in der Crisis Prevention (CP) schon viel veröffentlicht wurde. Das Thema „Resilienz“ wurde auf diversen Kongressen und sonstigen Veranstaltungen – auch von der CP – vorgestellt und diskutiert. Diverse Ereignisse, zuletzt das Hochwasser in Süddeutschland, zeigen jedoch, dass z. B. Einsatzvorbereitungen als ein Element der Resilienz an den richtigen Stellen noch längst nicht angekommen sind. So wird beklagt, dass die großen Einsätze für Feuerwehren, THW und Sanitätsorganisationen eine große Belastung sind. Längst müsste die Durchhaltefähigkeit in allen Landkreisen gut geplant und geübt sein. 

Man wird den Eindruck nicht los, dass erst noch mehr passieren muss, ehe die Resilienz tatsächlich verbessert wird. Und wir reden hier nicht vom Zivilschutz, sondern vom Katastrophenschutz, für den die Länder zuständig sind und der von den Akteuren auf kommunaler Ebene und in den Landkreisen mit Leben erfüllt wird. Der Zivilschutz ist mit seinen Szenarien eine weitere Herausforderung!

Starkregen gab es schon immer und wird es auch immer wieder geben. Es ist nur die Frage, wie viele Liter pro Quadratmeter in welchem Zeitraum es regnet und wie groß das betroffene Gebiet ist. In Süddeutschland gab es über 200 Liter pro Quadratmeter, die vom Deutschen Wetterdienst sehr gut vorausgesagt wurden. Fast vergessen sind 310 Liter pro Quadratmeter, die 2002 im Zinnwald fielen und zum Elbe-Hochwasser führten. Zu beklagen ist die offenbar unheilbare „Hochwasser-Demenz“. Bisher nur unzureichend wahrgenommen ist das andere Extrem, Trockenheit und Hitze. 

Es kostet zweifellos Zeit und Geld sowie Ressort übergreifende Planungen, um die Resilienz tatsächlich zu verbessern. Sinnvoll ist es, sich an guten Beispielen zu orientieren. Hier verweise ich gerne auf Simbach am Inn in Niederbayern sowie Braunsbach im Landkreis Schwäbisch Hall. Dort wurden Vorkehrungen getroffen, um ähnliche Schäden bei zukünftigen schweren Unwettern zu verhindern. Die Planung und Umsetzung kostete viele Millionen und dauerte von 2016 bis heute. 

Es müssen klare Ziele und Prioritäten gesetzt werden! Vernünftige Planungen müssen mehrere Jahrzehnte lang umgesetzt werden, um Resilienz zu erreichen.

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